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Ein sommerlicher Montag im Jahr 1962: Schreinermeister Burkhardt aus Rumbach möchte in der nahen Stadt Dahn seine Besorgungen erledigen. Am Bahnhof wartet er auf den Zug, der sich kurze Zeit später auch schon mit mehreren Pfiffen der 86er-Dampflok ankündigt und kurz darauf mit einigen Vorkriegspersonenwagen am Bahnsteig ausrollt. Nachdem Herr Burkhardt eingestiegen ist, ertönt auch schon der Abfahrtspfiff und der Zug setzt sich in Bewegung. Doch kurz darauf hält der Zug schon wieder in Bundenthal. Der Schreiner weiß, dass jetzt ein längerer Aufenthalt bevorsteht. Und schon beginnt sich die Lok sich wieder zu bewegen, diesmal ohne Zug. Nachdem sie wieder am anderen Zugende angekuppelt hat, setzt der Zug seine Fahrt in Richtung Dahn fort.

Solche Rangiermanöver wären früher alltäglich im Spitzkehrenbahnhof Bundenthal gewesen, wenn er denn so gebaut worden wäre wie ich ihn für meine Modelleisenbahnanlage geplant habe. Ob es einen Schreinermeister Burkhardt wirklich gab, weiß ich nicht, ebensowenig, ob er auch die Bahn benutzt hätte, hätte es sie denn gegeben. Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu dieser und zur Vorbildbahn. Schauen Sie auch immer mal wieder vorbei, ich ergänze immer mal wieder neue Bauzustände der Anlage oder neue Informationen zu den Bahnlinien.

Bundenthal-Rumbach

Wie ich zur Wieslauterbahn kam

Um ehrlich zu sein, ich weiß den genauen Grund nicht mehr. Aber es ist wahrscheinlich so abgelaufen: Auf einer Fahrt zur Verwandschaft in der Nordpfalz kamen wir zufällig in Hinterweidenthal vorbei, dort habe ich zwei der, wie sich für mich später herausstellte, drei Bahnhöfe von Hinterweidenthal gesehen. Am Fahrplan in Hinterweidenthal Ort stand auch der Name „Wieslauterbahn“ – diesen habe ich mir notiert und einige Monate später wohl diese Notiz wiederentdeckt.

Meine alte Modellbahnalage auf einer rechteckigen Holzplatte hat mir nicht mehr gepasst und so habe ich mich auf die Suche nach einem Vorbild für eine neue gemacht, natürlich aus der Pfalz. Nur viele der pfälzer Bahnhöfe, die ich damals kannte bzw. über die ich Bücher hatte, zum Beispiel die der Glantalbahn, waren entweder zu klein und damit für interessanten Betrieb zu langweilig, oder selbst für eine halbwegs maßstabsgetreue Umsetzung in der Nenngröße N zu groß. Das BluebOOK („Anlagen-Planung für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb“ von Otto o. Kurbjuweit) hat mich dann genau in die richtige Richtung des vorbildgerechten Modellbahnbetriebs auf überschaubaren Anlagen geführt. Mein erster Entwurf einer „Wasgenwaldbahn“ war mir schnell zu erfunden und ich ging, mit dem Originalgleisplan aus einer Festschrift „bewaffnet“, an die Planung der Wieslauterbahn. Diese wurde dann während der Diskussion im MAPUD-Forum des Buchautors recht schnell wieder zur Wasgenwaldbahn erweitert, diesmal aber wesentlich stimmiger. Nach etwas weniger als zwei Jahren Planung geht es jetzt an den Bau nach diesem Plan. Auf den diversen Unterseiten gibt’s genauere Informationen zu den einzelnen Themen.

Währenddessen habe ich mich natürlich nicht nur mit der Wieslauterbahn beschäftigt, sondern auch mit anderen Bahnlinien und Museumsbahnen, egal ob in der Pfalz oder nicht, über die ich auf meinem „Ladegleis“ berichte.